Unbedingt anschauen: ARD-Themenabend Katharina Luther

Das Erste Fernsehen zeigt am Mittwoch, 22. Februar den Fernsehfilm „Katharina Luther“ über die Ehefrau Martin Luthers. Aus dieser Perspektive wird die Geschichte der Reformation vor 500 einmal ganz anders erzählt. Der Film ist hochkarätig besetzt mit Devid Striesow als Luther und Karoline Schuch (Wir sind die Neuen) als dessen Ehefrau Katharina, geb. von Bora.

Sendezeit ist 20.15 Uhr, im Anschluss zeigt das Erste dann die Dokumentation „Luther und die Frauen“. Die Reformatoren mit Martin Luther an der Spitze leiteten im späten Mittelalter um 1500 herum in vielen Bereichen einen Umbruch ein. Neues Gedankengut und neue Überzeugungen setzten sich durch und die Wirkung auf die Kirche, aber auch auf die Bildung sowie auf das gesellschaftliche Zusammenleben in Europa ist bis heute zu spüren.

Dazu schreibt die Intendantin des MDR, Prof. Dr. Karola Witte im Begleitmaterial des Films:

„Mit „Katharina Luther“ begeben wir uns in diese Umbruchzeit: Der Film lenkt unseren Blick jenseits der bekannten historischen Stationen auf das persönliche Erleben, auf die Hoffnungen und die Ängste der Menschen. Im Fokus steht nicht der berühmte Reformator, sondern die Frau an seiner Seite.

Anhand der Entwicklung von Katharina von Bora wird exemplarisch der Einfluss Martin Luthers nachvollziehbar: Es sind seine Schriften, die sie als Nonne dazu bewegen, aus dem Kloster zu fliehen. Mit einem neuen, protestantischen Glaubensverständnis geht sie die Ehe mit Luther ein, wird Mutter und Hauswirtschafterin – und begründet so das Modell für das protestantische  Pfarrhaus.

Wir tauchen ein in das Private, in das Miteinander von Katharina und Martin. Karoline Schuch verleiht ihrer Katharina zugleich fragile Anmut wie auch weibliche Autorität. Devid Striesow  macht seinen Luther als Menschen nahbar, zeigt uns auch dessen Schattenseiten.

Die Regisseurin Julia von Heinz und ihre kongeniale Kamerafrau Daniela Knapp haben aus dem starken Drehbuch von Christian Schnalke ein intensives und emotionales Porträt einer Frau  der Reformation entstehen lassen, die mit ihrer Tatkraft und ihrem tiefen Glauben an das Leben auch heute beeindruckt.“