333 Jahre Kirchengemeinde Ramelsloh – Landesbischof kommt zum Ansgarfest

Am kommenden Sonntag, 18. Juni begeht die Kirchengemeinde Ramelslohl ihren 333. Geburtstag. Im Anschluss an den Festgottesdienst um 10 Uhr wird das Ansgarfest eröffnet.

„Dabei liegen die Anfänge noch viel weiter zurück“ sagt Pastor Hans-Georg Wieberneit. “ Bereits seit dem 9. Jahrhundert gibt es eine Kirche in Ramelsloh“. Diese gehörte aber zu einem Männerstift, gegründet vom Hamburger Erzbischof Ansgar, und stand nur den Domherren offen.

Die Dorfbevölkerung musste zu der Zeit immer nach Pattensen zum Gottesdienst, bis dann schließlich 1684 die Ramelsloher Kirche auch für die Dorfbevölkerung geöffnet wurde.

„Mitten im Reformationssommer 2017 mit einem halben Jahrtausend Reformation in Deutschland und der Welt, kann die Kirchengemeinde also ein weiteres rundes Jubiläum feiern“ freut sich Pastor Wieberneit: „Ein drittel Jahrtausend Kirchengemeinde Ramelsloh“.

Aus diesem Anlass kommt Landesbischof Ralf Meister am kommenden Sonntag, 18. Juni nach Ramelsloh. Er hält die Predigt im Festgottesdienst, der um 10 Uhr beginnt. Anschließend wird das Ansgarfest eröffnet, das bereits zum vierten Male von der St. Ansgar-Stiftung der Kirchengemeinde veranstaltet wird. Bei diesem Volksfest rund um die Kirche beteiligen sich sämtliche Vereine aus Ramelsloh und Ohlendorf.

Neben kulinarischen Köstlichkeiten gibt auch jede Menge Spaß. So können etwa beim Fünfkampf Mannschaften aus den verschiedenen Vereinen gegeneinander antreten. Die Disziplinen sind noch streng geheim, aber soviel sei verraten, dass auch der „römische“ Ramelsloher Streitwagen, dessen Räder aus Waschmaschinentrommeln gebaut wurden, wieder laut holpernd vor der Kirche auf- und abgezogen werden muss. Und natürlich sind ein Kletterfelsen, Torwandschießen, Liederraten und vieles mehr vorbereitet.

Dazu dürfen sich die Besucher auf eine Tombola freuen, die äußerst attraktive Preise bietet. So sind ein Rundflug zu gewinnen, ein Wochenende im Cabrio, mehrere Essensgutscheine sowie unzählige Sachpreise. „Jedes zweite Los gewinnt“ verspricht Hermann Poppe, der Vorsitzende der Ansgar-Stiftung. Er ist glücklich über etwa 1000 Sachpreise, die gespendet wurden.

So tragen alle Beteiligten zu einem schönen Dorffest bei und sämtliche Einnahmen kommen der Stiftung zugute. Sie will, dass die volle Pastorenstelle in Ramelsoh dauerhaft erhalten bleibt. Durch die vielfachen Aktivitäten konnte das Startkapital in acht Jahren schon annähernd verdoppelt werden.

Live-Musik gibt es vom namibischen Chor „Thlokomela“ sowie dem Jugendchor „CROSSover“. Thokomela gastiert am Vorabend bereits um 18 Uhr zu einem Konzert in der Kirche.

Besonders froh ist die Kirchengemeinde auch, dass die Bauarbeiten am Turm jetzt beendet sind und das Gerüst noch vor dem großen Fest abgebaut worden ist. Zwei Jahre haben die Sanierungsarbeiten gedauert, weil das Mauerwerk wegen einer Silikatbehandlung vor etwa dreißig Jahren nicht herkömmlich ausgebessert werden konnte.

„Die Klosterkammer Hannover hat die Renovierung mit großem Sachverstand und äußerst behutsam betrieben“ sagt Pastor Wieberneit abschließend. „Jetzt müssen wir abwarten, ob die Reparatur dauerhaft hält“. Tröstlich, dass die Klosterkammer Eigentümerin der Kirche ist und somit für sämtliche Kosten der Renovierung aufkommt.

Bild: Stiftungsvorsitzender Hermann Poppe, Baurätin Christina Lippert von der Klosterkammer und Pastor Hans-Georg Wieberneit sind froh, dass die Bauarbeiten am Kirchenturm rechtzeitig zum Jubiläum abgeschlossen werden konnten. So steht einer fröhlichen Geburtstagsfeier nichts mehr im Wege.