Adventsvorbereitungen in Zeiten der Pandemie

In den Geschäften läuft alles wie immer: Pünktlich zum September packen die Angestellten die „Saisonwaren“ aus, Lebkuchen, Spekulatiusplätzchen und andere Artikel landen in den Regalen und Aufstellern, Weihnachten kann kommen. Deutlich komplexer sind die Vorbereitungen auf die Adventszeit für die Kirchen, die zeitgleich stattgefunden haben: Bei der Zusammenkunft der Kirchenkreiskonferenz in Winsen tauschte sich die Pastoren- und Diakonenschaft sowie Kantor Reinhard Gräler darüber aus, wie das geistliche Angebot in der Advents- und Weihnachtszeit in diesem Jahr aussehen könnte. Von Anfang an war klar: Es wird anders als zuvor. Krippenspiele und Weihnachtsgottesdienste mit voll besetzten Kirchbänken werden in diesem Jahr nicht in gewohnter Form möglich sein. 

Ohne Lebkuchen (den sparen sich die meisten in der Runde lieber für den Winter auf), aber dafür mit Weihnachtsmusik vom Plattenspieler und Tannenschmuck wurden in der St. Marien-Kirche in Winsen Gedanken, Vorschläge und erste Ideen zusammengetragen. Schnell wurde klar: es gibt kein „Geheimrezept“, für jede Kirchengemeinde muss eine individuelle Lösung gefunden werden – aber die einzelnen „Zutaten“ dafür können an verschiedenen Orten funktionieren. So werden in diesem Jahr tendenziell mehrere kleine anstelle von einer großen Veranstaltung durchgeführt; verstärkt wird es Freilufttreffen an unterschiedlichen Orten geben, bei denen Feuerkörbe Wärme und Licht an Dezemberabenden spenden können; auch digitale Angebote sollen die Aktivitäten vor Ort ergänzen. Superintendent Christian Berndt zeigte sich angesichts der intensiven und kreativen Arbeitsrunde begeistert: „Es sind sehr gute Ideen entstanden, die nun in den Kirchengemeinden konkretisiert und weiterentwickelt werden. Selbst wenn wir mit der einen oder anderen liebgewonnenen Tradition vielleicht brechen müssen, bin ich mir sicher, dass wir eine erfüllte Advents- und Weihnachtszeit erleben werden.“