Bewegender Abschied von Diakon Patrick Oeser in Stelle

Am gestrigen Sonntag wurde Stelles Diakon Patrick Oeser im Rahmen eines Familiengottesdienstes verabschiedet. Nach nur dreijähriger Tätigkeit wechselt der junge Diakon nach Ostfriesland. Der Grund: Seine Verlobte ist Lehrerin und konnte in der näheren Umgebung keine Anstellung finden.

Oesers Wirken in der Kinder- und Jugendarbeit würdigte Pastor Kai-Uwe Hecker im Namen des Kirchenvorstandes. Es seien drei Jahre eines segensreichen Miteinanders gewesen, vor allem in der Jugendarbeit. Noch jung an Jahren, habe Patrick Oeser große Spuren hinterlassen. Es sei ein Abschied in Harmonie und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit.

Als Abschiedsgeschenk erhielt der flugbegeisterte Patrick einen Gutschein für eine Flugsimulation in einem echten Cockpit. „Da kannst du üben, wie man einen Airbus 320 in den Sand setzt, oder auch nicht. Dafür musst du nach Hamburg. Und bei der Gelegenheit schaust du dann wieder in Stelle herein“ so Hecker.

Zum Abschluss ergriff Superintendent Berndt das Wort. Unter Anspielung auf die Suche nach dem Glaubensschatz verwies er auf den Diakon Laurentius. Dieser hatte im 3. Jh. n. Chr. dem römischen Kaiser den Zugriff auf das Vermögen der Kirche verwehrt mit dem Hinweis, der Schatz der Kirche seien die Menschen – es kostete ihn sein Leben. Dann entpflichtete der Superintendent Patrick Oeser aus dem Dienst in unserem Kirchenkreis. Er sei hier ein Segen gewesen und möge auch in seiner neuen Umgebung Segen erfahren und weitergeben.

Nach dem Gottesdienst konnte sich Patrick Oeser des Ansturms der Besucher kaum erwehren. Jeder wollte ihm noch einmal die Hand schütteln, ihn umarmen und gute Wünsche mit auf den Weg geben. Es mutete an wie eine Papstaudienz.

Dankbar ist auch Dr. Eduard Fetter, Vorsitzender der St. Michaels-Stiftung. “Wir hätten Patrick Oeser gern noch ein paar Jahre in Stelle gehabt. Der Lebensplanung eines jungen Paares konnten wir uns aber nicht in den Weg stellen”. Mit sehr viel Engagement hat die St. Michaels-Stiftung seit knapp zehn Jahren die Diakonenstelle finanziell unterstützt. Durch unzählige Konzerte und Veranstaltungen, aber auch durch regelmäßige Information, ist ein verlässlicher Unterstützerkreis aufgebaut worden und auch ein ansehnliches Stiftungsvermögen zustande gekommen.

Jetzt hofft die Gemeinde, möglichst bald einen Nachfolger zu finden.

Foto: Dr. Eduard Fetter.