Der Brückenbauer von St. Andreas

Großer Bahnhof für Dr. Friedrich Wilhelm Gräbner aus Ashausen: Im Gottesdienst am Sonntag verlieh ihm Superintendent Christian Berndt das silberne Facettenkreuz der Landeskirche Hannovers. Dies ist die höchste Auszeichnung für Ehrenamtliche in der evangelischen Kirche in Niedersachsen.

In seiner Ansprache würdigte Superintendent Berndt Dr. Gräbner als einen seit Jahrzehnten hoch engagierten Christen: „Du kannst Menschen begeistern!“. Zunächst wirkte der heute Fünfundsiebzigjährige in Hannover im Kirchenvorstand, dann zwölf Jahre lang im Kirchenkreisvorstand Winsen. Während dieser Zeit hat er die Gründung von acht Kirchenstiftungen mit auf den Weg gebracht. Der Geehrte selbst hat maßgeblich die St. Andreas-Stiftung Ashausen zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein finanzieller Garant für die volle Pfarrstelle. Ohne die Stiftung hätte die Gemeinde heute wohl nur noch eine halbe oder eine dreiviertel Stelle.

Neben allem Finanziellen hat die Gründung der Stiftung aber auch für eine zusätzliche Belebung der Gemeinde gesorgt. Mindestens einmal im Monat, meist öfter, finden ein Konzert, eine Lesung oder ein Vortrag statt. Meist bei freiem Eintritt gegen Spende, sodass jedermann von diesem Angebot profitieren kann.

Herausragend waren in dieser Zeit die Konzerte mit Gottfried Böttger, der jedes Jahr im November in Ashausen für die Stiftung gespielt hat. Und er hatte immer 4 oder 5 „Friends“ aus der Hamburger Szene dabei. Auch nach Gottfrieds Tod vor zwei Jahren kommen diese „Freunde“ weiterhin nach Ashausen, um die Stiftung zu unterstützen. In diesem Jahr u.a. mit Abi Wallenstein, Manusch und Roberto Weiss, Reiner Regel, Jürgen Attig, Heinz Lichius und vielen anderen am Donnerstag, 28. November um 20 Uhr.

„Willi“ Gräbner, wie ihn seine Freunde nennen, wirkt auch viel im Verborgenen. So hat er bei vielen der eingegangenen Spenden seinen Füller gezückt, einen persönlichen Dank geschrieben und diesen oft auch noch persönlich überbracht. So hat er sich, und vor allem der Stiftung in Ashausen, viele Sympathien erworben. Und diese

ständige Kontaktpflege sowie auch die regelmäßige Information darüber, was die Stiftung gerade tut, hat deren Erfolg mit ausgemacht.

„Ich bin dankbar, dass ich das alles für uns tun durfte“ sagte Dr. Gräbner zum Abschluss. „Diese 12 Jahre waren die Schönsten in meinem Leben“. Seit gut zwei Jahren sind jetzt Jüngere im Stiftungsvorstand aktiv. So kann der Geehrte das weitere Wachstum der Stiftung aus einer etwas größeren Distanz heraus beobachten und sich vor allem auch – daran erfreuen.

Bericht: Wilfried Staake

Bild: Pastorin Anja Kleinschmidt und Superintendent Christian Berndt gratulierten dem langjährigen Vorsitzenden der St. Andreas-Stiftung, Dr. Friedrich Wilhelm Gräbner, zur Auszeichnung der Landeskirche.
Foto: Wilfried Staake