Diakon Hermann Tipke geht nach 32 Jahren Dienst in Ruhestand

Nach 32-jähriger Tätigkeit in der Winsener St. Jakobusgemeinde sowie im Kirchenkreis geht Diakon Hermann Tipke jetzt in Ruhestand. Dabei wollte er nach seiner Konfirmation eigentlich nichts mehr mit der Kirche zu tun haben.

Doch in der Jugendarbeit meiner Heimatgemeinde in Ahlerstedt im Kreis Stade hatte er einen lebendigen Glauben kennengelernt und gute Gemeinschaft erlebt. „Da wollte ich dran bleiben und mitmachen“ sagt Tipke heute. Um dann auch hauptamtlich in der Kirche arbeiten zu können, studierte er in Wuppertal.

Erste berufliche Stationen waren in Soltau sowie in Conception in Chile, bevor Hermann Tipke 1986 mit seiner Frau und Tochter nach Winsen kam. In der St. Jakobusgemeinde baute er die Jugendarbeit auf und war gleichzeitig auch der erste Kreisjugendwart im Kirchenkreis Winsen. So entstanden neue Jugendgruppen und auch Kinderferientage gehörten mit zum Angebot.

„Absolute Highlights waren die Sommerfreizeiten in Dänemark, England oder Norwegen“ erzählt Tipke. „Diese Fahrten in fröhlicher Gemeinschaft mit spannenden Wanderungen und auch ansprechende Abendandachten – das hat bei den Jugendlichen prägende Wirkung hinterlassen“.

Klar, dass eine ganze Reihe von Jugendlichen gern als Ehrenamtliche mitarbeiten wollte. „Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung“ sagt der Fünfundsechzigjährige. „Etwas zu entwickeln und Neues auszuprobieren hat mir sehr viel Freude gemacht“.

Später kamen Angebote für Familien zu Tipkes Aufgaben hinzu. So startete schon 1988 die erste Familienfreizeit nach Westerhever. Ein monatlicher Sonntagstreff für die ganze Familie kam dazu und später auch Gesprächsrunden für Erwachsene. „Ich glaube, dass die Familien gute Begegnungen und eine lebendige Gemeinschaft erlebt haben – deshalb sind auch viele heute noch dabei“ berichtet Tipke.

Fußballbegeisterte organisierten etliche Male zusammen mit dem Diakon ein Public Viewing zu den Fußball-Weltmeisterschaften in der „St. Jakobus Arena“. Im vollbesetzten Gemeindesaal fieberten dann unzählige Besucher gemeinsam mit der Deutschen Mannschaft.

Vor etwa zehn Jahren übernahm der Diakon dann einen ganz neuen Arbeitsschwerpunkt: Die Arbeit mit Männern im Kirchenkreis Winsen. Dies war absolutes Neuland für den Kirchenkreis. Aber auch hier hatte Tipke schnell wieder Ehrenamtliche als Mitstreiter gewinnen können.

Zum absoluten Renner hat sich dabei das Männerfrühstück in der Brasserie entwickelt. Dreimal im Jahr treffen sich dann rund 70 Männer. Tipke wäre nicht Diakon, wenn er dabei nicht auch auf Seelennahrung achten würde. So hat er stets spannende Referenten präsentiert und meist auch Live-Musik.

Abendpilgerwege, Fahrradtouren, Vater-Kind-Freizeiten sowie „Entdeckungsreisen im Land des Glaubens“ waren weitere Angebote, speziell für Männer.

Schließlich stellte er das Projekt „Kirche vor Ort im Europaviertel“ auf die Beine. In Zusammenarbeit mit der Wohngruppe der Lebenshilfe und dem DRK Kindergarten konnten so etliche Adventsaktionen und Sommerfeste durchgeführt werden.

„Im Rückblick freue ich mich darüber, dass für mich nach der Konfirmation mit dem Glauben nicht Schluss war“ resümiert der Diakon heute. „Ich konnte auf vielfältige Art und Weise von der Liebe von Jesus Christus erzählen“. Dieser Glaube sei ihm selbst auch immer wieder Kraftquelle und Motivation gewesen.

Nun geht Diakon Hermann Tipke nach gut 32 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand. Wer bei der Verabschiedung dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen am Sonnabend, 25. Mai um 16 Uhr in der St. Jakobusgemeinde Winsen, Borsteler Weg 1a. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang statt.

Bild: Diakon Hermann Tipke wird nach 32-jähriger Tätigkeit in der Winsener St. Jakobusgemeinde sowie im Kirchenkreis in den Ruhestand verabschiedet.

Foto: Wilfried Staake