Diese Woche startet der Kirchentag in Stuttgart

Vom 3. bis 7. Juni findet in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag statt.

Hier kommen etwa einhunderttausend Menschen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken. Bereits seit 1949 finden diese Deutschen Evangelischen Kirchentage statt. Sie dauern immer fünf Tage: von der Eröffnung am Mittwoch bis zum Schlussgottesdienst am Sonntag.

Dabei ist der Kirchentag weder eine rein deutsche noch eine rein evangelische Veranstaltung. Er bringt Menschen aus aller Welt und aus unterschiedlichen Konfessionen und Religionen zusammen. Gerade junge Menschen unter 30 bestimmen dabei die besondere Atmosphäre der christlichen Großveranstaltung.

Das Programm ist so vielfältig wie das religiöse und gesellschaftliche Leben: Über 2.000 Gottesdienste, Konzerte oder politisch-gesellschaftliche Veranstaltungen finden sich im Programmheft.
Dabei bilden Mitmach-Angebote einen besonderen Schwerpunkt.

Vorbereitet wird jeder Kirchentag rund eineinhalb Jahre. Das Team aus hauptamtlichen Mitarbeitenden ist dabei eher klein. Tausende Ehrenamtliche engagieren sich freiwillig bei der Programmgestaltung und der Organisation. Fast die Hälfte der Kirchentagsbesucher gestaltet somit den Kirchentag aktiv mit.

Christinnen und Christen mischen sich ein, wenn es um Frieden, Gerechtigkeit oder um die Bewahrung der Schöpfung geht. Eine Verbindung von Glaube und Verantwortung prägt Kirchentage daher immer. In Ost und West haben sie immer wieder Einfluss auf Entwicklungen in Kirche und Staat genommen. So gingen Friedens- und Ökologiediskussionen ebenso von Kirchentagen aus wie die Idee eines „Konzils für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“.

Wer schon einmal einen Kirchentag erlebt hat, kennt die unbeschwerte und heitere Atmosphäre, die die gastgebende Stadt bei diesem Großereignis erfüllt. Auch der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart wird wieder eine Feier des Glaubens, ein Fest zum Mitmachen und zu einem Forum aufregender Debatten sein. Mehr unter www.kirchentag.de oder im Fernsehen.

Foto: Kirchentag

Ein wenig Wasser in den Wein schüttet der Theologe und Öko-Philosoph Dr. Franz Alt mit seinem Beitrag:

„Vom Sinn und Unsinn des Kirchentages“

Ihm gehen die Diskussionen auf den Kirchentagen nicht weit genug. Er fordert viel deutlichere Konsequenzen, – sowohl von der Politik, als auch im persönlichen Verhalten – etwa in Fragen der Flüchtlingspolitik, der Bewahrung der Schöpfung, des Friedens, der Konsumhaltungen usw.

Und in seiner Argumentation bezieht er sich direkt auf den Herrn der Kirche: Jesus Christus. Sehr lesenswert!