Drei Fragen zum Thema Missbrauch

GEFRAGT: Pastorin Hella Mahler

Frau Mahler, Sie sind zuständig für die Ansprechstelle für Opfer von sexualisierter Gewalt in der Landeskirche Hannovers. Die Vorstellung der Studie über den Missbrauch in der katholischen Kirche, die Initiativen #metoo und aktuell #WhyDidntIReport – das Thema Missbrauch steht im Fokus der Öffentlichkeit. Aber wird sich aus Ihrer Sicht wirklich grundlegend etwas ändern?

Die Betroffenen haben dafür gesorgt, dass niemand mehr dieses Thema ignorieren kann. Als Kirche sind wir jetzt noch mehr gefordert das umzusetzen, was wir unter “Null Toleranz” gegenüber Taten von sexualisierter Gewalt verstehen.

Was tut die Landeskirche ganz konkret, um Missbrauchsopfern zu helfen?

Die Hotline 0511 700 8816 ist rund um die Uhr erreichbar. Die Ansprechstelle berät in allen Anliegen zum Missbrauch und bietet Unterstützung für den Einzelfall an.

Was kann in der evangelischen Kirche getan werden, damit es künftig gar nicht erst zu sexualisierter Gewalt kommt?

Wir müssen die kirchlichen Bereiche anschauen, die besonders risikoanfällig sind. Dafür werden spezielle Schutzkonzepte entwickelt und implementiert. Wichtig ist es, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende zu sensibilisieren und zu schulen.

Quelle: Newsletter Landeskirche Hannovers, 1.10.2018.