Taufe Konfirmation Trauung Beerdigung

Wir von der Kirche begleiten Sie bei einer Taufe, einer Trauung und auch einer Beerdigung. Wenn Sie diesen Service in Ihrer Kirchengemeinde in Anspruch nehmen, kostet Sie das keinen Cent.

Haben Sie evtl. Sonderwünsche, so kann dies mit Gebühren verbunden sein. Bei einer Beerdigung können Kosten für die Nutzung von Einrichtungen des Friedhofes entstehen. Sprechen Sie mit Ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor. Sie oder er berät sie gern!

Weiter unten erhalten Sie nähere Hier erhalten Sie weitere Informationen. Bitte klicken Sie dort auf das entsprechende Stichwort wie Taufe,  Konfirmation, Kirchliche Trauung, Beerdigung oder Seelsorge

Unsere Pastorinnen und Pastoren werden auch oft „Seelsorger“ genannt. Sie sind ansprechbar, wenn es darum geht, einmal das Herz auszuschütten, zu sagen, wo der Schuh drückt oder die Not am größten ist.

Oft hilft solch ein Gespräch und: Es ist vertraulich – versprochen!

Notfall-Seelsorge

Was viele nicht wissen: Unsere Pastoren und Diakone sind auch als Notfall-Seelsorger unterwegs. Wenn ein schlimmer Unfall passiert oder sich eine Naturkatastrophe ereignet, sind sie zur Stelle. Dann kümmern sie sich um Verletzte und auch Einsatzkräfte, damit das Erlebte zur Sprache kommen kann und auf Dauer weniger belastend ist für das Seelenleben.

Von ihren Anfängen an hat die Kirche Menschen getauft. Durch die Taufe wird dem Täufling der Segen Gottes zugesprochen und er oder sie wird gleichzeitig in die christliche Gemeinschaft aufgenommen.

Die christliche Gemeinschaft tauft, weil Jesus Christus gesagt und geboten hat: “Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”(Mt 28, 18-20)

Diese Worte verpflichten die christliche Gemeinschaft dazu, alle Menschen einzuladen, Jüngerinnen und Jünger zu werden und sich taufen zu lassen. Die Taufe wird also vollzogen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Bei der Taufe wird der Kopf des Täuflings dreimal mit Wasser begossen. In der Regel findet die Taufe in einem Gemeindegottesdienst statt. In der evangelischen Kirche ist es üblich, Kleinkinder und Säuglinge zu taufen, jedoch können auch noch Erwachsene getauft werden. Werden Kinder getauft, gibt es nach Möglichkeit Patinnen und Paten, die den Lebens- und Glaubensweg des Täuflings begleiten sollen.
Die Taufe ist ein Sakrament und wird von fast allen christlichen Kirchen anerkannt. Jeder Mensch kann nur einmal im Leben getauft werden.

Schritte:

Wenn Sie sich selbst oder Ihr Kind taufen lassen wollen:

Wenden Sie sich an das Pfarramt Ihrer Heimatgemeinde und vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer.
Bei diesem Treffen wird besprochen, wie die Tauffeier ablaufen soll. Bei vielen Elementen (den Liedern, der Musik, den Fürbitten, der Taufkerze) können Sie die Feier mitgestalten. Vorschläge wird Ihnen Ihr Pfarrer oder Ihre Pfarrerin machen.
Bringen Sie zu diesem Gespräch die Geburtsurkunde des Täuflings mit. Die Standesämter stellen bei Geburten in der Regel eine Bescheinigung “für religiöse Zwecke” aus. Bei erwachsenen Taufinteressenten ist das Familienstammbuch ausreichend. Sollten Sie vor dem Gespräch das Anmeldeformular zur Taufe schon erhalten haben, füllen Sie es bitte vor dem Gespräch aus.
Wählen Sie einen Taufspruch aus oder lassen sie sich einen Vorschlag von Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer machen.
Überlegen Sie, wer Taufpate werden soll!

Ein Taufspruch ist ein biblischer Spruch, der dem Täufling bei der Taufe zugesprochen wird und der ihn von da an sein Leben lang begleitet. Sie können ihn selbst auswählen oder den Spruch von Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin auswählen lassen. Hier finden Sie eine Liste mit 50 Vorschlägen für einen Taufspruch: Taufsprueche_2015

Ablauf der Tauffeier

Mit dem Verlesen des Taufspruches, der für den Täufling bestimmt ist, beginnt die Tauffeier. Dieser wird in einer Ansprache für das Leben des Täuflings und der Anwesenden ausgelegt. Daran schließt sich die eigentliche Taufhandlung an. Der Täufling, die Paten und die Eltern treten an das Taufbecken und die Pfarrerin oder der Pfarrer stellt ihnen die Tauffrage.
Die Tauffrage lautet so oder in ähnlichen Worten:

An die Eltern:
Wir alle haben unser Leben von Gott. So sollt ihr euer Kind als Gabe des Schöpfers annehmen. Durch eure Liebe soll es das erste Zutrauen zur Güte Gottes gewinnen. Größer als unsere Liebe ist die Liebe Jesu Christi. Darum sollt ihr euer Kind zum Glauben an Jesus Christus hinführen, zum Beten anleiten und ihm helfen, ein lebendiges Glied der Kirche Jesu Christi zu werden. Seid ihr dazu bereit, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

An die Patinnen und Paten:
Ihr vertretet bei diesem Kind die christliche Gemeinde. Deshalb frage ich euch: Seid ihr bereit, die Patenschaft an diesem Kind zu übernehmen, für dieses Kind zu beten, ihm in Notlagen beizustehen und ihm zu helfen, ein lebendiges Glied der Kirche Jesu Christi zu werden, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

An ältere Kinder, Jugendliche oder Erwachsene:
Glaubst du an Gott den Vater, den Schöpfer aller Dinge? Glaubst du an Jesus Christus, Gottes Sohn, unsern Herrn? Glaubst du an den Heiligen Geist, der lebendig macht? Willst du getauft werden?

Auf die Tauffrage folgt das Bekenntnis des christlichen Glaubens, das von der ganzen Gottesdienstgemeinde gesprochen wird. Danach wird der Kopf des Täuflings über das Taufbecken gehalten und dreimal mit Wasser begossen. Dieses dreimalige Bewässern steht symbolisch für Gott, Jesus und den Heiligen Geist.
Zum Abschluss der Taufhandlung wird die Taufkerze entzündet, die für den Täufling bestimmt ist.

Fragen und Antworten

Wie alt sollte mein Kind zur Taufe sein?
Es ist möglich Kleinkinder taufen zu lassen, da die Taufe unabhängig vom Alter ist, auch Erwachsene können sich taufen lassen.

Wer kann Taufpate oder Taufpatin werden?
Taufpate kann werden, wer getauft und konfirmiert ist und einer christlichen Kirche angehört. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit auch das Recht aufgegeben, Taufpate zu sein. Bei der Auswahl der Paten ist wichtig, zu überlegen, wer dem Täufling nahe steht, Zeit für ihn übernehmen kann. Die Patenschaft trägt nicht die alleinige Bürde der Verantwortung für den Täufling, sie stellt aber doch eine wichtige Rolle im Leben des Täuflings dar.

Wie viele Paten brauche ich?
In der Regel braucht man zwei Paten, aber es ist durchaus möglich auch nur einen Paten zu haben.
Fragen Sie Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin.

Was ist eine Patenbescheinigung?
Kommt der Pate oder die Patin nicht aus der Kirchengemeinde des Täuflings, werden sie um eine Patenbescheinigung gebeten. Die stellt das Heimatpfarramt des Paten oder der Patin aus.
Die Patenbescheinigung bestätigt die Kirchenzugehörigkeit der Patinnen und Paten.

Müssen die Eltern Mitglied der Kirche sein?
Durch die Taufe verpflichten sich die Eltern zur christlichen Erziehung ihres Kindes. Deshalb sollte ein Elternteil Mitglied einer christlichen Kirche sein.

Gibt es eine ökumenische Tauffeier?
Obwohl die evangelische Taufe in fast allen Kirchen Gültigkeit hat, gibt es noch keine gemeinsame ökumenische Tauffeier. Es gibt allerdings Möglichkeiten, ökumenische Elemente in die Tauffeier einfließen zu lassen. Fragen Sie Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin.

Das Wort “Konfirmation” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “Befestigung” oder “Bekräftigung”. Mit der Konfirmation bestätigt der Konfirmand oder die Konfirmandin das Taufversprechen, das in der Regel bei der Taufe von den Eltern und Paten stellvertretend gegeben wurde, indem er/sie selbst das Bekenntnis spricht. Außerdem wird ihnen mit einem selbst gewählten Konfirmationsspruch der Segen zugesprochen.
Mit der Konfirmation erhalten die Konfirmanden u.a. das Recht, selbst Pate zu werden, als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden. Der Konfirmation voraus geht der Konfirmandenunterricht, der sich über anderthalb bis zwei Jahre erstreckt. Hier sollen die Konfirmanden das Leben in der Kirche und der Kirchengemeinde kennen lernen und sich mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen.

1. Voraussetzung für die Konfirmation ist die Taufe. Wenn Ihr Sohn oder Ihre Tochter noch nicht getauft ist, dann kann er/ sie entweder während der Konfirmandenzeit, kurz vor dem Konfirmationssonntag, oder zur Konfirmation selbst getauft werden.

2. Melden Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter im Pfarramt ihrer Gemeinde zum Konfirmandenunterricht an. Erfragen Sie den Beginn und die Dauer des Unterrichtes. Beachten Sie, dass der Konfirmandenunterricht 1-2 Jahre dauert.

Im Konfirmandenunterricht lernen Jugendliche das Leben in einer Kirchengemeinde und in der Kirche kennen. Es werden die wichtigsten Glaubensinhalte und Glaubenssätze der Kirche vermittelt. Außerdem geht es um eine starke Auseinandersetzung des eigenen Lebens mit christlichen Weltanschauungen. Für den Konfirmandenunterricht sind die Pastoren oder Diakone Ihrer Gemeinde verantwortlich. Vermehrt arbeiten auch Jugendleiter und Eltern mit.

Arbeitshilfen zum Konfirmandenunterricht

Konfirmationsspruch

Ein Konfirmationsspruch ist ein biblischer Spruch, der dem Konfirmanden bei der Konfirmation zugesprochen wird. Konfirmanden können ihn selbst auswählen oder den Spruch von Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin auswählen lassen.

Hier ist eine Liste mit 60 ausgewählten Konfirmations-Sprüchen (75kb):

60 Konfirmationssprüche aus der Bibel

Ablauf der Konfirmation
Der Ablauf der Konfirmation wird im Konfirmandenunterricht besprochen und vorbereitet. Die gesamte Konfirmandengruppe wird in einem großen Festgottesdienst konfirmiert. Jeder Konfirmand erhält einen Konfirmationsspruch, außerdem wird ihm der Segen Gottes zugesprochen.

In welchem Alter kann man konfirmiert werden?
In der Regel werden Jugendliche im 8. Schuljahr konfirmiert. Der Konfirmandenunterricht beginnt, je nach Dauer, bereits im 6. oder 7. Schuljahr. In einigen Gemeinden wird auch schon ab der Klasse 4 Unterricht angeboten (KU4).
Dies können Sie alles in Ihrem zuständigen Pfarramt erfragen.

Welche Rechte hat ein Konfirmand nach der Konfirmation?
Mit der Konfirmation kann man in allen evangelischen Gemeinden am Abendmahl teilnehmen. Durch die Konfirmation erhält man das Recht, Pate zu werden, eine Nottaufe vorzunehmen und als Erwachsener an kirchlichen Wahlen teilzunehmen oder in kirchliche Ehrenämter gewählt zu werden.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gern an Ihr Pfarramt.

 

 

Die Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung, in dem die eheliche Gemeinschaft unter Gottes Segen gestellt wird. In der Trauung bringen die Eheleute zum Ausdruck, dass sie einander aus der Hand Gottes in Liebe annehmen und ihr Leben lang beieinander bleiben wollen.

Zur kirchlichen Trauung gehört neben einem Trauspruch, den das Brautpaar selbst aussucht, auch das Trauversprechen, mit dem sie bekennen, dass sie ihren Weg gemeinsam gehen wollen. Nach diesem Versprechen erhält das Paar den Segen Gottes für diesen gemeinsamen Weg.
Der Trauung in der evangelischen Kirche geht die standesamtliche Trauung voraus. Die Ehe ist nach evangelischem Verständnis kein Sakrament.
Schritte und Voraussetzungen:

Voraussetzungen

Beide Ehepartner wünschen eine kirchliche Trauung.
Mindestens einer der Ehepartner gehört der evangelischen Kirche an.
Es bestehen keine gravierenden seelsorgerlichen Bedenken gegen das Zustandekommen der Ehe und den Umgang der Ehepartner miteinander.
Die standesamtliche Eheschließung des Paares ist in Deutschland vor der Trauung nachweislich vollzogen.

Schritte

Melden Sie Ihre Trauung im Pfarramt an und lassen Sie sich das kirchliche Trauformular geben, das Sie dann ausgefüllt zum Traugespräch mitbringen.
Traugespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer: dabei geht es einerseits um das Paar selbst, andererseits um die Abklärung der Gestaltung des Gottesdienstes (Auswahl eines Trauspruches, der Lieder und Musik, der Blumen in der Kirche). Mitzubringen: Trauformular, Tauf- und Konfirmationsschein, Personalausweis.
Vereinbaren Sie den Trautermin!

Trausprüche

Auf diesen Seiten der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD finden Sie eine Vielzahl von Trausprüchen sowie nützliche weitere Informationen und Tipps zum Thema Trauung: www.trauspruch.de

Ablauf Traugottesdienst

Ein Traugottesdienst besteht aus drei elementaren Teilen. Im ersten Teil erfolgt eine Einleitung. Der Zweite Teil beginnt mit einer Predigt über den Trauspruch, daran schließt sich dann die Trauung an.
Zur Trauung steht das Paar im Altarraum vor der Pfarrerin oder dem Pfarrer, und wird gefragt: „Willst du…, die/den Gott dir anvertraute/n, als deine Ehefrau/deinen Ehemann lieben und ehren und die Ehe mit ihr/ihm nach Gottes Gebot und Verheißung führen – in guten und in bösen Tagen – , bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.“
(Da die meisten Ehepartner dieses Versprechen heute nicht mehr ohne weiteres geben wollen, kann im Traugespräch abgeklärt werden, welche Worte für die Traufrage verwendet werden sollen)
Im dritten, dem Schlussteil, wird der Gottesdienst mit einem Fürbittengebet, dem Vaterunser und der Bitte um den Segen beendet.

Fragen und Antworten

Was heißt es, sich kirchlich trauen zu lassen?
Dass heißt, dass zwei Menschen einander aus der Hand Gottes in Liebe annehmen und gemeinsam durch das Leben gehen wollen. Zur kirchlichen Trauung gehört neben einem Trauspruch auch das Trauversprechen. Nach diesem Versprechen erhält das Paar den Segen Gottes.

Muss man vorher standesamtlich heiraten?
Ja, denn die Ehe ist ein irdisch Ding und nicht vom Himmel gefallen!
Die kirchliche Trauung findet nach der standesamtlichen Trauung statt.

Gibt es ein kirchliches Ritual anlässlich einer Scheidung?
Ein offizielles Scheidungsritual gibt es bisher in der Kirche nicht, allerdings wird es in letzter Zeit an verschiedenen Stellen diskutiert.

Können sich gleichgeschlechtliche Paare kirchlich trauen lassen?
Eine Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren ist nicht möglich. Seit einiger Zeit wird in evangelischen Kirchen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskutiert, die jedoch wegen der Verwechselbarkeit mit der kirchlichen Trauung weitgehend abgelehnt wird.
Kleine Übersicht über die Hochzeitstage:

1 Jahr: „Baumwollene“ Hochzeit
5 Jahre: „Hölzerne“ Hochzeit
6 1/2 Jahre: „Zinnerne“ Hochzeit
7 Jahre: „Kupferne“ Hochzeit
8 Jahre: „Blecherne“ Hochzeit
10 Jahre: „Rosenhochzeit“
12 1/2 Jahre: „Petersilienhochzeit“
15 Jahre: „Gläserne“ oder „Kristallene“ Hochzeit
20 Jahre: „Porzellanhochzeit“
25 Jahre: „Silberne“ Hochzeit

30 Jahre: „Perlenhochzeit“
35 Jahre: „Leinwandhochzeit“
37 1/2 Jahre: „Aluminiumhochzeit“
40 Jahre: „Rubinenhochzeit“
50 Jahre: „Goldene“ Hochzeit
60 Jahre: „Diamantene“ Hochzeit
65 Jahre: „Eiserne“ Hochzeit
67 1/2 Jahre: „Steinerne“ Hochzeit
70 Jahre: „Gnadenhochzeit“
75 Jahre: „Kronjuwelenhochzeit“

Die Erfahrung des Sterbens ist Teil des Lebens. Bei der kirchlichen Bestattung geleitet die Gemeinde ihre verstorbenen Glieder zur letzten Ruhe, befiehlt sie der Gnade Gottes. Die Gemeinde begleitet die Sterbenden und trauert mit den Hinterbliebenen.

Stirbt ein Angehöriger, sind viele Fragen zu klären. In der Regel übernimmt ein benachrichtigtes Bestattungsunternehmen die Erledigung der Formalitäten (Todesanzeige, Versicherung, usw.) und benachrichtigt auch den Pfarrer oder die Pfarrerin. Diese nehmen dann Kontakt zu den Angehörigen auf, um einen Termin für ein Trauergespräch zu vereinbaren. Dies dient zum einen der seelsorgerlichen Begleitung der Trauernden, zum anderen auch einem Gespräch über den Verstorbenen, sein Leben und was für ein Mensch er gewesen ist.

Die kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung.
Der eigentlichen Bestattung geht in der Regel eine Trauerfeier voraus, die Raum und Zeit bietet, gemeinsam Abschied von den Verstorbenen zu nehmen und sie zur “letzten Ruhe” zu geleiten. In der Ansprache spricht der Pastor über das Leben der Verstorbenen, aber auch über die christliche Hoffnung, die mit dem Tod verbunden ist. Gibt es eine Erdbestattung, findet in der Regel direkt im Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung auf einem Friedhof statt, wobei der Pfarrer noch einen Segen spricht. Bei einer Feuerbestattung findet die Beisetzung der Urne später statt. Auch diese kann durch einen Pfarrer begleitet werden.

Wie können Sie mit Ihren Gefühlen der Trauer umgehen?
Jedes Abschiednehmen ist eine schmerzhafte Erfahrung, die durchlebt werden will und Zeit braucht. Sie sind nicht allein und dürfen gern bei Ihrem Seelsorger anrufen und um ein Gespräch bitten. Sie dürfen ihm oder ihr Ihre Gefühle schildern und sich trösten lassen.

Trauergruppe in Winsen
Im Gemeindezentrum St. Marien, Kirchstraße 2 in Winsen treffen sich regelmäßig zwei Trauergruppen, jeweils am ersten und zweiten Mittwoch eines Monats. Hier treffen Sie Menschen mit ähnlichen Erfahrungen und können zuhören oder Ihre Erlebnisse schildern. Die Teilnahme ist kostenlos. Einzige Verpflichtung: Verschwiegenheit. Weitere Informationen finden Sie hier: Trauergruppen

Auch im Internet gibt es weitere Angebote, die wir empfehlen können. Die Seite Trauernetz.de ist von der Evangelischen Kirche gestaltet und bietet Ihnen gute Texte, schöne Bilder und so manchen Rat.

Auch über unser Kontaktformular können Sie Kontakt mit uns aufnehmen. Die Anschriften und Rufnummern der Pastoren und Diakone finden Sie unter “Gemeinden”.

EKD-Texte: Im Sterben: Umfangen vom Leben

Hier finden Sie: 60 Bibelsprüche zur Beerdigung