Goldenes Kronenkreuz der Diakonie für Karla Nill aus Stelle

Große Freude herrschte bei Karla Nill aus Stelle, als ihr Superintendent Christian Berndt am vergangenen Sonntag das goldene Kronenkreuz der Diakonie überreichte. Diese seltene Auszeichnung wird vergeben an besonders engagierte Ehrenamtliche, die über 30 Jahre lang tätig gewesen sind.

Karla Nill blickt auf eine noch längere Zeit der Leitung des Seniorenkreises der Steller St. Michaels-Gemeinde zurück. „Jede Woche ist Treffen, bis auf die Sommerferien und die Weihnachtszeit“ sagt die Geehrte. Da mögen dann schon mal knapp 1400 Nachmittage zusammen gekommen sein. Dazu organisiert sie seit 25 Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann Ewald Nill, Diakon i.R., jährlich eine Seniorenfreizeit. An diesen Freizeiten nehmen regelmäßig 40 Personen teil. In diesem Jahr ging es für eine Woche mit dem Bus in den Spessart. Durch geschickte Planung und verschiedene Zuschüsse bleiben die Teilnehmerbeiträge niedrig, sodass bisher alle Interessenten auch mitfahren konnten.

Auch Theaterfahrten werden im Hause Nill seit vielen Jahren für die Steller organisiert. Und noch ein weiteres Ehrenamt fordert Karla Nill mindestens alle zwei Wochen: Sie ist Heimfürsprecherin im Hainfelder Hof. Hier hat sie stets ein offenes Ohr für die Belange der Bewohner. Und ab und zu liest sie dort auch Plattdeutsche Geschichten vor.

Aufgewachsen ist die 76-Jährige in Lüneburg, machte eine kaufmännischer Ausbildung und kam ans Stefansstift in Hannover. Dort arbeitete sie in der Verwaltung und lernte hier auch ihren Mann kennen.

Ans Aufhören denkt Karla Nill nicht. So lange Menschen Freude hätten an den Seniorennachmittagen, bei denen mal gespielt, mal gesungen, und mal einem Vortrag gelauscht wird, solange will sie weitermachen. „Und solange die Kräfte noch da sind“, sagt sie, denn in der Zwischenzeit ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Aber Karla Nill bekommt viel Zuspruch für ihre Arbeit und meist von den Teilnehmern ein „Dankeschön für den schönen Nachmittag“. Das ist ihr oft Lob und Anerkennung genug. Wobei sie der „Kniefall“ des Superintendenten, der bei der Verleihung gern auf Augenhöhe mit ihr sprechen wollte, schon sehr gerührt hat.