Hospizdienst Winsen kooperiert mit Löwenherz

Bisher hat der Ambulante Hospizdienst Winsen schwerkranke und sterbende Erwachsene begleitet. Zukünftig sollen nun auch Kinder und Jugendliche begleitet werden. Hierfür wurde jetzt eine Kooperation mit dem Kinderhospiz Löwenherz vereinbart.

Der Verein Löwenherz existiert seit 20 Jahren und konnte 2003 sein stationäres Hospiz für Kinder in Syke mit 8 Plätzen einweihen. Inzwischen sind noch weitere 8 Plätze für Jugendliche hinzugekommen. Ein großer Schwerpunkt der dortigen Arbeit ist, Eltern und schwerkranken Kindern vier Wochen im Jahr eine Auszeit zu ermöglichen, neben der liebevollen Betreuung sterbender Kinder.

Weil aber die  schwer erkrankten Kinder und deren Familien aus Niedersachsen auch außerhalb dieser Zeit Begleitung und Unterstützung brauchen, hat Löwenherz inzwischen mit vielen ambulanten Hospizdiensten eine Kooperation organisiert. Die Löwenherz-Akademie schult dann die Ehrenamtlichen und bietet auch nach Abschluss Supervision und diverse Fachfortbildungen an.

„Wir freuen uns sehr, dass jetzt auch im Kirchenkreis Winsen und umzu ein solches Angebot möglich wird“ sagt Katharina Jacobsen vom Kinderhospiz Löwenherz. Bisher sei dieser Bereich noch ein weißer Fleck auf der Landkarte gewesen. Im September läuft der nächste Vorbereitungskurs für Interessierte. Diese können sich beim Ambulanten Hospizdienst in Winsen melden. Der Kurs dauert zwei Wochen sowie zwei Wochenenden und ist als Bildungsurlaub anerkannt.

Die Hospizbegleiter/innen besuchen nach absolvierter Schulung regelmäßig die Familien. Das Kind, der Jugendliche bzw. die Eltern entscheiden wie die Begleitung aussieht. Es wird auch versucht Freiräume für die Eltern zu schaffen.

„Idealerweise sollten die Interessierten schon eine Kurs zum Ambulanten Hospizbegleiter absolviert haben“ sagt Andrea Kenne vom Winsener Hospizdienst. „Es geht aber auch anders herum, dass erst die Kinderbegleitung erlernt wird und zu einem späteren Zeitpunkt die allgemeine Hospizschulung erfolgt“. Interessierte sollten Zeit für diese Aufgabe haben. Und sie sollten ein eigenes Auto zur Verfügung haben, da die Einsatzorte im gesamten Landkreis Harburg liegen können. Wir freuen uns auch über junge Leute, besonders die Jugendlichen äußern immer wieder diesen Wunsch, wenn sie gefragt werden.

Ab der Diagnose einer lebensverkürzenden Krankheit kann solch eine Begleitung in Anspruch genommen werden.

Auch Superintendent Christian Berndt begrüßt die Kooperation mit Löwenherz. „Der Ambulante Hospizdienst unseres Kirchenkreises besucht schon seit fast 20 Jahren Schwerstkranke und Sterbende“. Bisher konnte aber keine Begleitung von Kindern angeboten werden. „Deshalb freue ich mich, dass dies in Zukunft möglich wird“.

Wer weitere Informationen erhalten möchte, kann sich an den Ambulanten Hospizdienst Winsen unter Tel. 04171 – 690 06 02 wenden. Informationen zu Löwenherz finden sich im Internet unter www.loewenherz.de.

Bild: (v.l.) Superintendent Christian Berndt, die Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Winsen, Pia Kraft und Andrea Kenne sowie Katharina Jacobsen vom Hospiz Löwenherz freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit. Foto: Wilfried Staake