Internationales Café in Winsen gewinnt Niedersächsischen Integrationspreis 2016

Die Flüchtlingsarbeit der Kirchengemeinde St. Marien in Winsen erhält den Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“

„Zugehörigkeit durch Verständigung – Sprache ist der Schlüssel zur Teilhabe“ – unter diesem Motto ist am Mittwoch der Niedersächsische Integrationspreis verliehen worden. Im feierlichen Rahmen vor über 250 Gästen fand die Preis-Vergabe im Alten Rathaus in Hannover statt. Gewürdigt wurden Projekte und ehrenamtliche Initiativen, die sich besonders für Flüchtlinge einsetzen.

Den Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ erhielten die Kirchengemeinde St. Marien und der Kirchenkreis in Winsen an der Luhe.
Pastor Markus Kalmbach nahm den Preis von der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf sowie dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil entgegen. „Unsere gemeinsame Arbeit mit den ganz vielen Verzweigungen wurde als hervorragendes Beispiel gelungener Flüchtlingsarbeit ausgezeichnet“, freut sich Pastor Kalmbach und dankte allen Beteiligten. „Dies war nur möglich, weil alle so intensiv mitarbeiten und die Sache unterstützen, deswegen ist dies ein Preis für alle beteiligten Ehrenamtlichen.“

Bereits seit Herbst 2013 betreibt die Initiative ein internationales Café als Anlaufstelle für Flüchtlinge, das sich im Landkreis Harburg zum Vorbild für zahlreiche weitere Initiativen in anderen Städten und Gemeinden entwickelt hat. Die vielen ehrenamtlichen Helfer vermitteln auch Sprachkurse und suchen gemeinsam mit Schulen und Betrieben nach Lehrstellen für die Flüchtlinge.

Der Integrationspreis ist insgesamt mit 24.000 Euro dotiert. Der Sonderpreis des Bündnisses „Niedersachsen packt an“ für die Winsener Initiative ist mit 6.000 Euro dotiert. Insgesamt hatten sich 170 Vereine, Initiativen und Institutionen um den Preis beworben.