Kirchenkreis-Gruppe beim Kirchentag in Berlin dabei

Doppel-Kirchentag 2017: Mit einem riesigen Abschlussgottesdienst ging das große Protestantentreffen am vergangenen Sonntag in Wittenberg auf den Elbwiesen zu Ende. Und auch eine Gruppe aus dem Kirchenkreis Winsen war mit von der Partie. Kreisjugendwartin Lena Schäfer hat die Fahrt nach Berlin organisiert und neben vielen Jugendlichen saßen auch einige Erwachsene mit im Bus. Mehr als 120.000 Menschen waren zum Schlussgottesdienst in die Lutherstadt gereist.
Eine große überdachte Bühne bildet das Zentrum. Darum scharen sich die vielen Kirchentagsbesucher, auf der anderen Seite eine Tribüne wo ein riesiges Bläserensemble seinen Platz findet. Hinter der Bühne ragt die Silhouette der Lutherstadt Wittenberg empor und der Turm der Wittenberger Schlosskirche ist klar zu erkennen.

Bei strahlendem Sonnenschein stehen im vorderen Besucherbereich eine Gruppe Jugendlicher und Erwachsener aus dem Kirchenkreis Winsen/Luhe, die sich auf ihre Aufgabe beim Abschlussgottesdienst vorbereiten. Sie werden während des Abendmahls Brot und Wein durch die Reihen tragen und die Kollekte einsammeln. Dies markiert einen ganz besonderen Abschluss der gemeinsamen Fahrt zum Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Bereits am Mittwoch machten sich gut 50 Personen aus Winsen und den umliegenden Gemeinden auf den Weg nach Berlin, um dort Teil dieses besonderen Kirchentags im Jahr des Reformationsjubiläums zu sein. Die Stimmung während der vier Tage in der Hauptstadt war blendend. Bei unzähligen Veranstaltungen kam jeder auf seine Kosten – seien es Bibelarbeiten, Konzerte, Kabaretts oder Podien zu gesellschaftlichen Themen. Als Highlight galt natürlich der Besuch des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, aber auch das Abschiedskonzert der Wise Guys, erwies sich als Straßenfeger. An diesem lauen Vorsommerabend versammelten sich vor allem die jungen Kirchentagsbesucher auf der Straße vor dem Brandenburger Tor und feierten zu den Liedern der A-capella-Gruppe, die schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des Kirchentags zählt.

Vieles war wie immer, der Markt der Möglichkeiten bot ein buntes Angebot, das von Organisationen aus ganz Deutschland und teilweise aus aller Welt vorbereitet wurde und am ersten Abend konnte man beim Abend der Begegnung die gastgebende Landeskirche (EKBO) näher kennenlernen. Neu war hingegen die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen aufgrund der jüngsten Terroranschläge in Berlin und Manchester. Zu jeder Veranstaltung musste man zunächst eine Einlasskontrolle inklusive Taschenkontrolle passieren und die Polizei zeigte überall eine verstärkte Präsenz. Zum Glück erwies sich der Kirchentag jedoch als eine friedliche Großveranstaltung, die wahrscheinlich vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Eine weitere Neuerung war die Tatsache, dass der Abschlussgottesdienst nicht in der gastgebenden Stadt stattfand. Anlässlich des Reformationsjubiläums wurde dieser vor den Toren der Stadt Wittenberg gefeiert. Dort kamen neben den Kirchentagsbesuchern aus Berlin auch die Gäste aus den Städten der „Kirchentage auf dem Weg“ zusammen – manche übernachteten sogar die Nacht zuvor unter freiem Himmel auf der Wiese.

Die Gruppe aus Winsen machte sich sonntags in aller Frühe auf den Weg in die Lutherstadt und feierten dort dieses einzigartige Fest, bevor es am Nachmittag zurück in die Heimat ging. Der ein oder andere wird hoffentlich in zwei Jahren wieder mit dabei sein, dann geht es ins Ruhrgebiet, zum Kirchentag nach Dortmund. Bericht: Lena Schäfer.