Kirchenkreistag beschließt neues Konzept für Jugendarbeit

In seiner gestrigen Sitzung in Handorf hat der Kirchenkreistag Winsen einstimmig das neue Konzept für die Jugendarbeit im Kirchenkreis Winsen beschlossen. Als Folge wurde auch die Stelle der Kreisjugendwartin im Umfang von 100% dauerhaft in den Stellenrahmenplan aufgenommen. Zuletzt war die Stelle als dreijährige Projektstelle geführt worden. Damit hat eine jahrelange Diskussion um diese Stelle (50 oder 100%?) erst einmal ein Ende gefunden.

Warum lauter Lego-Steine auf den Sitzungstischen lagen, erfuhren die Teilnehmer des Kirchenkreistages sehr bald. Der Kreisjugendkonvent und Kreisjugendwartin Lena Schäfer haben in den vergangenen Monaten sehr intensiv an diesem Konzept gearbeit, unter anderem mit der Methode “Lego-Serious-Play”. Herausgekommen ist ein schlankes Papier, das es in sich hat.

Auf sieben Seiten sind sehr klar und übersichtlich die Rolle der Kreisjugendwartin sowie die Aufgaben des Kreisjugendkonventes beschrieben. Ziel ist in allen Punkten die Förderung der Jugendarbeit in den Gemeinden, weil Jugendliche dort in erster Linie Kirche und gute Gemeinschaft erleben. Darüberhinaus leistet der Kreisjugenddienst die Aufgaben, mit denen Gemeinden überfordert wären, wie etwa die jährliche Gruppenleiterschulung, die Fahrten zum Kirchentag und zum Landesjugendcamp sowie das Angebot von Kirchenkreis-Jugendtreffen.

Zuvor hatte sich der Kirchenkreisvorstand einhellig für dieses Konzept ausgesprochen. Der Vorsitzende des Kirchenkreistages, Hermann Poppe, dankte den Jugendlichen für die selbstbewusste, abwechslungsreiche und begeisternde Präsentation. Katja Stachnow, stellvertretende Vorsitzende des KKT Stellenplanungsausschuss: “Auch wenn wir finanziell nicht so weit in die Zukunft schauen können, befürwortet der Ausschuss eine Anhebung der Stelle von 50% auf 100% im Stellenplan”. Persönlich freue sie sich darüber, dass Jugendliche aus den unterschiedlichen Gemeinden gemeinsam auf dem Weg seien.

Finanzielle Unterstützung erhält die Stelle auch von der Kirchenkreisstiftung Kirche mit Zukunft. “Das Stiftungskuratorium hat sich zum Ziel gesetzt, die Stelle weiter zu unterstützen und wird neben Kapitalerlösen auch Spendenmittel direkt dafür einsetzen” so der stellvertretende Vorsitzende Wilfried Scherwinsky.

2. Weiter wird der Kirchenkreis zukünftig Orgel-Stipendien vergeben. In der Vergangenheit habe es Engpässe beim Orgeldienst in einigen Gemeinden gegeben. Darum fördert der Kirchenkreis jetzt Orgelunterricht mit bis zu 35 Euro pro Unterrichtsstunde. In den Genuss eines solchen Stipendiums kommen maximal acht Orgelschüler in den nächsten zwei Jahren. Danach soll erst einmal Bilanz gezogen werden. Weitere Informationen sind bei Kreiskantor Reinhard Gräler zu erhalten.

3. Finanziell stehe der Kirchenkreis Winsen solide da, sagte der Finanzausschuss-Vorsitzende Peter Rosczyk. Im Zuge der Einführung der kaufmännischen Buchführung in der Hannoverschen Landeskirche hatte es einige Jahre wegen der Umstellung und der damit verbundenen Schwierigkeiten noch keine Jahresabschlüsse gegeben. Jetzt habe man aber Klarheit, zumindest bis zum Abschluss 2016. Danach sei keine Rücklagen-Entnahme notwendig.

4. Superintendent Berndt wird zukünftig auf einer Kirchenkreispfarrstelle geführt und gehört nicht mehr zum Team von St. Marien in Winsen. Er wird aber weiterhin dort predigen.

5. Die Gleichstellungsbeauftragte Manuela Brüninghaus berichtete über das Verhältnis von Frauen und Männern im Dienst des Kirchenkreises und der Datenschutzbeauftragte Ralf Burmeister gab abschließend Hinweise zum kirchlichen Datenschutz.

Bild: Der Kirchenkreis-Jugendkonvent mit Kreisjugendwartin Lena Schäfer (hinten Mitte) dem Kirchenkreistags-Vorsitzenden Hermann Poppe (hinten) sowie Berufsschul-Pastorin Miriam Valerius (links).

Hier ist das neue Konzept für den Kirchenkreis-Jugenddienst Winsen: Konzept Kirchenkreisjugenddienst Winsen 2018

Hier gibt es Infos zum Orgelstipendium: kirchenkreis-winsen.de/kirchenkreis/orgel-stipendien/