Luther-Ausstellung „Here I stand“ in St. Marien

Martin Luther, die Reformation und die Folgen

Vom 15. Januar bis 26. Februar 2017 findet im Gemeindehaus der St. Marien Gemeinde Winsen (Luhe) eine Ausstellung im Rahmen des Reformationsjubiläums statt. Die Ausstellung zeigt diese Epoche in sieben Kapiteln. Luthers Herkunft ist die spätmittelalterliche Lebenswelt. Aus dieser Welt ging der Aufbruch der Reformation hervor. Luther entwickelte eine Theologie, die einzig auf der Bibel fußte. Er übte fundamentale Kritik an der Papstkirche und stellte damit die mittelalterliche Gesellschaftsordnung grundlegend in Frage.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 15. Januar, nach dem Gottesdienst gegen 11 Uhr. Alle Besucher sind dann auch zum Kirchencafé eingeladen.

Die Ausstellung kann in dem genannten Zeitraum nach Terminvereinbarung mit dem Gemeindebüro unter Telefon 04171/4030 besichtigt werden. Nach Ostern besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu den Öffnungszeiten der „Offenen Kirche“, also dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr, in Augenschein zu nehmen. 2017 jährt sich die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers gegen den Ablasshandel zum 500. Mal. Sie gilt als der Startpunkt der Reformation. Anlässlich des Reformationsgedenkens realisieren vier deutsche und drei amerikanische Kooperationspartner ein besonderes Ausstellungsprojekt. Diese Ausstellung mit dem Titel „HERE I STAND“ ist nun auch in Winsen zu sehen. Das neue Medium, der Buchdruck, machte den Reformator schnell bekannt. Nach anfänglichen Erfolgen, wie beispielsweise der Bibelübersetzung ins Deutsche, führte die Spaltung der abendländischen Kirche in eine gesellschaftliche Krise. Religiöse und politische Konflikte führten zu Hass und Gewalt. Gleichzeitig veränderte die Reformation die Gesellschaftsordnung. Ein Blickwechsel macht lang vergessene Veränderungen der Geschlechterrollen deutlich. Die Reformation hinterlässt der Nachwelt einen vielfältigen Protestantismus.

Weitere Einzelheiten unter: www.here-i-stand.com.