Oase-Tag für Kirchenvorstände in Stelle

„Wer fleißig sein Ehrenamt ausübt, soll auch einmal eingeladen sein“ so die Überzeugung von Superintendent Christian Berndt aus Winsen. Darum waren am vergangenen Samstag alle Kirchenvorsterinnen und Kirchenvorsteher des Kirchenkreises Winsen nach Stelle eingeladen. Gut 35 Personen waren der Einladung zum Oase-Tag gefolgt. Dieser findet einmal jährlich schon seit 17 Jahren statt.

Nach einem reichhaltigen Frühstück referierte Sandra Hagemann von der Lebensberatung Winsen über die dortige Arbeit. Ihr Thema: „Neuanfänge“. Aus ihrem Koffer packte sie zunächst zwei Pakete aus. Eins in Goldpapier mit Schleife, ein anderes in düsterem Schwarz.

Unschwer zu erahnen – sollte das goldene Paket die schönen Momente im Leben symbolisierten, bei denen es Lob und Anerkennung oder freudige Nachrichten gibt. Das schwarze stand eher für düstere Stunden, Hiobsbotschaften und Niederschläge. „Entscheidend ist nicht, was wir erleben, sondern wie wir etwas erleben“, so die Botschaft der Lebensberaterin.

Auch Krisen ließen sich meistern, wenn man sich ihnen stellte. Die Referentin hatte etliche Beispiele aus ihrer Arbeit parat, bei denen Menschen schwere Situationen gemeistert haben. Manchmal sei dies aber auch nur dadurch möglich geworden, dass sie mutige Schritte unternommen hätten, wie die Trennung vom Partner einen beruflichen Neuanfang. Aber auch viele Einzelpersonen suchten die Beratungsstelle auf, um Stärkung für den eigenen Weg zu erfahren.

Hierneben ergänzen Gruppen für Frauen nach Trennung und Scheidung oder auch Kindergruppen die Arbeit. Insgesamt drei Beraterinnen und Berater seien in Winsen tätig. Die Lebensberatung der Diakonie steht allen Ratsuchenden offen, auch ohne Kirchenzugehörigkeit.

Mit einem Gottesdienst in der St. Michaelskirche endete der diesjährige Oase-Tag.

Bild: Lebensberaterin Sandra Hagemann berichtete auf dem diesjährigen Oase-Tag über die Arbeit der Lebensberatungsstelle der Diakonie in Winsen. Foto: Wilfried Staake