Patenprojekt bekam Besuch aus Südafrika

Der Leiter der Hilfsorganisation “Hands at Work” aus Südafrika, George Snyman, war jetzt im Rahmen einer Europareise auch zu Gast in Winsen. Er stand bei einem Infoabend in St. Marien Interessierten des Patenprojektes Swasiland Rede und Antwort zum Stand der Waisenkinder-Betreuung.

In den von Hands at Work errichteten sogenannten “Carepoints” werden jeweils 50 Kinder betreut. Sie erhalten eine warme Mahlzeit, Zugang zu Bildung, Freizeitangebote sowie eine medizinische Grundversorgung. Diese neuen – mit Winsener Spendengeldern finanzierten – Hilfsstationen befinden sich in Msengeni in Swasiland (seit Oktober 2017) sowie in Chigodole in Mosambik (seit Februar 2018). Im Juli 2018 soll eine dritte Hilfsstation in Kawasa in Malawi ihren Betrieb aufnehmen.

Möglich wurde dies, weil sich inzwischen 150 Personen bzw. Familien in und um Winsen entschlossen haben, ein Patenkind mit 20 Euro im Monat zu fördern. “Hierdurch bekommen diese Kinder, die sonst nichts haben, eine echte Zukunftsperspektive” so George Snyman. Seine Organisation arbeitet aus christlicher Nächstenliebe heraus und betreut inzwischen über 3.000 Kinder im südlichen Afrika. Im Kirchenkreis Winsen sind mittlerweile seit Start des Projektes am 1. März 2017 rund 45.000 Euro an Spendengeldern zusammen gekommen.

Zu den betreuten Kinder sagte Snyman: “Meist sind dies AIDS-Waisen. Im gesamten südlichen Afrika ist HIV/AIDS ein großes Problem, das Hunderttausende von Kindern schon zu Waisen werden ließ”. Andere Kinder hätten ihre Eltern verloren, wenn ein Dorf etwa von Aufständischen heimgesucht würde, die dann die Erwachsenen töteten, so Snyman weiter. Die Kinder überlebten, weil sie in die Büsche fliehen würden und sich dort versteckten.

Diese Kinder werden dann von älteren Geschwistern oder den Großmüttern großgezogen. Die Großeltern haben aber keine Altersrente, sondern müssen auf dem Feld arbeiten, um satt zu werden. Trotzdem sorgen sie dann auch noch für ihre Enkelkinder.

Hier schafft das Angebot einer warmen Mahlzeit durch Hands at Work sowie die Möglichkeit des Schulbesuches völlig neue Perspektiven für die Kinder.

Der Leiter des Fundus-Kaufhauses des DRK in Winsen, Frank Rehmers, war so bewegt von den Schilderungen Snymans, dass er drei Tage später spontan mit einem Scheck über 500 Euro für das Patenprojekt bei Pastor Kalmbach vorbeikam. (siehe unten).

George Snyman dankte ausdrücklich noch einmal allen, die bereits eine Patenschaft übernommen haben, Pastor Markus Kalmbach schloss sich an. “Wir hätten nie gedacht, dass sich so viele Menschen zu einer Patenschaft entschließen würden”. Gleichwohl sei dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Darum werbe der Kirchenkreis weiter um Patenschaften. “Für uns sind 20 Euro ein vergleichsweise kleiner Betrag, für ein Kind im südlichen Afrika, das für desen Betrag einen Monat durch Hands at Work betreut werden kann, bedeute es eine echte Zukunftsperspektive” so Kalmbach.

Snyman sprach auch vor vielen Schülern des Gymnasiums Winsen sowie der Berufsbildenden Schulen in Winsen.

Wer sich für eine Patenschaft interessiert, erhält auf der neuen Website weitere Informationen
und kann die Bereitschaftserklärung dort herunter laden: www.patenprojekt-swasiland.de.

Flyer liegen in allen Kirchenbüros des Kirchenkreises Winsen aus.