Ehrung für Peter Rosczyk beim Kirchenkreistag

Zu seiner letzten Sitzung trat der Kirchenkreistag Winsen am vergangenen Donnerstag in Salzhausen zusammen. In der Folge der Kirchenvorstandswahlen wird es im nächsten Jahr einen neuen Kirchenkreistag geben, der dann bis 2025 im Amt sein wird. Im Kirchenkreistag, dem „Parlament des Kirchenkreises“ sind 58 Delegierte aus allen Gemeinden vertreten.

Nach der Begrüßung stellte Superintendent Christian Berndt den Übergabebericht an den neuen Kirchenkreistag vor. Dieses Instrument ist neu in der Landeskirche und soll den künftigen Mitgliedern des Gremiums einen Überblick über Aktivitäten und Beschlüsse aus der jetzigen Legislaturperiode in knapper Form aufzeigen.

Anschließend bat Vorsitzender Hermann Poppe die Vorsitzenden der Ausschüsse ans Mikrofon. Inge Wenk-Burmester aus Stelle erinnerte dabei an Aktionen des Diakonie-Ausschusses, wie der Inklusions-Veranstaltung mit Rainer Schmidt oder „Jeder braucht ein Stück vom Kuchen“, bei dem von Politikern mehr Engagement für sozial Benachteiligte gefordert wurde.

Für den Bau-Ausschuss berichtete Joachim Bardowicks aus Winsen. Vorrangig sei man dort neben dem Erhalt der Gebäude auch an der Verbesserung der Energiebilanz interessiert. Hierfür gebe es auch Sondermittel der Landeskirche, so Bardowicks.

Schulpastorin Mirjam Valerius berichtete aus dem Kinder- und Jugend-Ausschuss. Hier war besonders hervorzuheben die Erarbeitung eines Konzeptes für die Kinder- und Jugendarbeit, das der Kirchenkreistag in seiner vorigen Sitzung im August einstimmig beschlossen hatte. Als Bestandteil dieses Konzeptes ist auch die Stelle der Kreisjugendwartin als volle Stelle in den Stellenplan übernommen worden. Bisher galt eine Stellenbefristung bis 2019.

Weiter berichtete der Vorsitzende des Finanzausschusses, Peter Rosczyk, über dessen Arbeit. Inzwischen seien die Einführung der kaufmännischen Buchführung auf gutem Wege und die noch ausstehenden Haushaltsabschlüsse 2016 und 2017 in Sichtweite.

Roscyk stellte dann zusammen mit Ralf Illmann, dem stellvertretenden Leiter des Kirchenkreisamtes, den Haushaltsplan für die Jahre 2019 und 2020 vor. Dieser hat ein Gesamtvolumen von knapp 6 Millionen Euro und ist solide finanziert. 85 % hiervon entfallen auf Personalausgaben, der Rest sind Bau- und Sachmittel. Nach Aussprache wurde dieser Haushalt von den etwa 45 Delegierten einstimmig angenommen. Nicht verbrauchte Gelder aus einer Sonderausschüttung der Landeskirche in Höhe von 50.000 Euro werden gleichmäßig auf die 16 Gemeinden im Kirchenkreis verteilt. Das Patenprojekt Swasiland, das inzwischen schon 150 Waisenkinder im südlichen Afrika versorgt, erhält 5000 Euro aus Rücklagen für einen Notfall-Fonds.

Zum großen Bedauern der Anwesenden wird Peter Roscyk aus Altersgründen ausscheiden. Er hat den Finanzausschuss über 30 Jahre lang geleitet und in Zusammenarbeit mit der Kirchenkreisverwaltung jeweils die Haushalte aufgestellt. Weiter zählte zu seinen Aufgaben der Vorsitz im Kapitalfonds, in dem Rücklagen und Stiftungsgelder verwaltet werden.

Superintendent Christian Berndt würdigte noch einmal das Wirken Peter Rosczyks. Als Dank überreichte er ihm die silberne Ehrennadel der Landeskirche Hannovers. Roscyk ist übrigens der Allererste, der diese neue Ehrennadel erhalten hat.

In den Nominierungsausschuss für die Synodalwahl 2019 wurden gewählt: Superintendent Christian Berndt, Dr. Volker Brückner, Karin Kruse und Wilfried Staake. In das Kuratorium der Stiftung „Kirche mit Zukunft“ wurde neu berufen Eric Meyerhoff aus Pattensen. Der 21-Jährige studiert Jura und ist der dortigen Jugendarbeit aktiv.

Vorsitzender Hermann Poppe und Superintendent Christian Berndt bedankten sich abschließend bei allen Anwesenden für die – immerhin sechsjährige – engagierte Mitarbeit und überreichten ihnen als Adventsgruß einen Engel aus Bienenwachs.

Bild: Superintendent Christian Berndt überreichte Peter Rosczyk als Dank für dessen 30-jährige ehrenamtliche Leitung des Finanzauschusses des Kirchenkreises die silberne Ehrennadel der Landeskirche Hannovers. Foto: Wilfried Staake