Umweltsiegel „Grüner Hahn“ und Preisgeld für St. Jakobus

Am vergangenen Freitag war es so weit: Nach eingehender Prüfung verlieh Sabine Jellinghaus, Umweltrevisorin der Evangelischen Kirche Westfalen, der St.-Jakobusgemeinde in Winsen das Zertifikat „Grüner-Hahn“. Dieses bestätigt der Gemeinde, dass sie erfolgreich ein Umweltmanagement-System aufgebaut hat, um schrittweise ihre Bilanz in Sachen Ressourcenverbrauch und Umweltschutz zu verbessern.

Zu den Initiatoren des Umweltteams in St. Jakobus zählen Carsten Hansen und Silke Panebianco, die gemeinsam mit weiteren ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern der Gemeinde die Bestandsaufnahme durchführten. Sie haben auch konkrete Ideen für eine Umsetzung entwickelt. „In unserer Kirchengemeinde spielte Natur- und Umweltschutz schon seit langem eine besondere Rolle“, sagt Silke Panebianco. „Mit dem jetzt entwickelten Programm werden wir die Umweltbilanz von St. Jakobus weiter verbessern können“.

Auch Pastor Ulrich Hahn freut sich über die neue Auszeichnung für seine Kirchengemeinde: „Die Bewahrung der Schöpfung ist ein großes Anliegen der Kirchen weltweit. Es kann nur erreicht werden, wenn wir im Alltag gemeinsam darauf zuarbeiten“, ist Hahn überzeugt.
Und dass jetzt ein grüner Hahn das Gemeindezentrum ziert, darauf ist der passionierte Radfahrer Hahn schon ein wenig stolz.

Zu den konkreten Maßnahmen, die sich die Gemeinde vorgenommen hat, zählen etwa der konsequente Einsatz von LED-Beleuchtung, der Einkauf von Bio- und Fairtrade-Produkten sowie die Umstellung des Gemeindebriefs auf Recyclingpapier. Dass dies zum Teil auch mit Mehrkosten verbunden ist, stört das Projekt-Team nicht. Höhere Umwelt- und Sozialstandards hätten ihren Preis, würden sich aber langfristig sehr positiv auswirken, ist man in St. Jakobus überzeugt. Und beim LED-Licht komme nach einer ersten Investition ganz schnell
eine deutliche Stromeinsparung hinzu.

Umso mehr freuen sich die Mitstreiter des Umweltteams-Teams, dass die Landeskirche die Umsetzung des Programms in St. Jakobus mit einem Start-Zuschuss von 1.000 Euro unterstützt.
Der „Grüne Hahn“ entspricht dem Europäischen Öko-Audit (EMAS). Die Teilnahme an diesem Programm steht allen evangelischen wie katholischen Kirchengemeinden offen. Unterstützung und Beratung leistet die Landeskirche durch ihre Umweltreferentin Gabi Gust. Weitere Informationen auch unter www.st-jakobus-winsen.de.

Foto: Kathrin Seifert.