„Musik vom Hofe Toledos und der Alhambra“ – Konzert in Handorf

Christliche – Maurische – Jüdische Lebenswelten, die Begegnung der drei Kulturen und Religionen im frühen Mittelalter Spaniens bestimmen heute unser musikalisches Programm.

Sabine Loredo Silva (Mezzosopran) und Ulf Dressler (Arabischer Oud, Vihuela und Barockgitarre) präsentieren an diesem  Abend  eine  Auswahl von Liedern aus diesen drei Kulturkreisen,  untermalt mit Texten und Gedichten.
Sonntag, den 7.Mai um 17:00 Uhr Sankt-Marien-Kirche Handorf, Marschwegel 5 in 21447 Handorf
Eintritt frei; um Spenden wird gebeten

Christliche – Maurische – Jüdische Lebenswelten, die Begegnung der drei Kulturen und Religionen im frühen Mittelalter Spaniens bestimmen heute unser musikalisches Programm. Die sefardische Musik von dem Hebräischen „S`fard“, ist die Musik der Juden, die nach der Verbannung aus Judäa (70. u.Z.) nach Spanien flüchteten. Sie spiegelt den kulturellen Austausch zwischen Juden, Christen und Arabern wieder, der im mittelalterlichen Spanien Kunst und Wissenschaft zu  Blüte brachte. Die Sprache „Ladino“ auch „Judeo-Espagnol“ genannt, ist eine Mischung aus altspanisch und hebräischen Worten und steht in ähnlicher Beziehung wie das Jiddische zum Deutschen. 1492 mit Beginn der „Reconquista“ der Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch die katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon, wurden die Sefarden und Mauren verbannt. Die „Diáspora“ zwang die Völker Al-Andalus zu verlassen.  Die Sefarden waren Mittler zwischen Morgen- und Abendland, übersetzten die Werke der großen Philosophen, befruchteten ihre Religion und Kultur sowie die der Christen mit dem Wissen der arabischen Welt und dem Erbe der Antike. Der spanische König Alfonso X, auch „Alfonso El Sabio –
Der Weise“ genannt, machte seinen Hof im Toledo des 13. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt für Christen, Juden und Arabern und damit zu einem einzigartigen Beispiel für das friedliche Zusammenleben der unterschiedlichen Völker und Glaubensrichtungen.

**Sabine Loredo Silva wurde in Berlin geboren. Sie  begann Ihre private Gesangsausbildung bei  dem lettischen Opernsänger Isser Buschkin . Langjähriges Ensemblemitglied der „Opernwerkstatt Berlin“, Leitung Eric Leon Holland, unterschiedliche Opernprojekte für Kinder wie „Die Zauberflöte“ (3. Dame) , „Hänsel und Gretel“ (Mutter und Hexe). Rege Konzerttätigkeit deutschlandweit. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit ist die „Alte Musik des frühen Mittelalters, der Renaissance, des Frühbarock Italiens in Begleitung von historischen Harfen und Lauten-Instrumenten sowie auch Musik aus dem keltisch-sprachigen Raum.

**Ulf Dressler  Nach dem Staatsexamen für höheres Lehramt in Göttingen (1979) Aufnahme des Lautenstudiums an der Musikhochschule Hamburg (1988 künstlerisches Diplom). Privates Lautenstudium bei Konrad Junghänel.
Meisterkurse bei Jacob Lindberg, Hopkinson Smith u.a. Seit 1980  freiberuflicher Musiker und an der Musikschule Kiel tätig.  Künstlerischer Schwerpunkt ist das Generalbaßspiel. Als Theorbist und Lautenist Mitglied in einigen freien Ensembles. Seit mehreren Jahren Lauten-Korrepetitor in der Meisterklasse der Kurse von Emma Kirkby im Forum Artium, Georgsmarienhütte.

Weitere Informationen unter: www.loredosilva.de