Tag der offenen Tür im Beratungszentrum der Diakonie in Buchholz

Für Sonntag, 18. September, lädt das Diakonische Werk in Buchholz zu einem Tag der Offenen Tür ein. Seit Oktober letzten Jahres unter einem Dach vereint geben die Beratungsstellen ab 11 Uhr Einblicke in ihre vielfältige Arbeit.

Eine gute Gelegenheit um bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen eine Pause vom Trubel des Stadtfestes und dem Flohmarkt einzulegen. Denn der Eingang zu den diakonischen Beratungsdiensten befindet sich direkt am Parkplatz Caspers Hoff, Neue Straße 8, und somit in direkter Innenstadtlage.

Bis 15 Uhr besteht dann die Gelegenheit, Mitarbeitende und Räume kennenzulernen und Informationen rund um die Arbeit des Beratungszentrums zu bekommen.

Schon seit den 1970er Jahren existiert das Diakonische Werk als ein Angebot des evangelischen Kirchenkreises. War zunächst nur ein Kirchenkreis-Sozialarbeiter tätig, so wurde schnell klar, dass weitere Spezialisten für die unterschiedlichen Themen und den wachsenden Bedarf nötig waren. So wurde die Suchtberatung und die Lebensberatung für Einzelne, Paare und Familien in Buchholz gegründet. Später kam die soziale Schuldnerberatung und die Beratung bei häuslicher Gewalt hinzu. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter kümmern sich ebenfalls um Migranten und Schwangere.

Etwa 2.000 Menschen suchen jährlich die Buchholzer Diakonie auf, – oft auch mehrfach -, um Hilfe für sich oder ihre Familien in Anspruch zu nehmen, Tendenz steigend. Geschäftsführer Ralf Burmeister ist froh darüber: „Heute trauen sich Menschen eher, Beratung in Anspruch zu nehmen. Unser ganzheitlicher Beratungsansatz nimmt den Menschen ernst – auch mit seinem Scheitern. Wir begleiten professionell seine Bemühungen und Schritte, bis die Krise überwunden ist.“

Zu den 22 Mitarbeitenden im Beratungszentrum, hauptsächlich aus den Bereichen Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Psychologie, aber auch Verwaltungs- und Reinigungskräfte, kommen noch etwa 80 ehrenamtlich Tätige in verschiedenen Projekten, zum Beispiel in Familienpatenschaften oder bei den internationalen Treffs.

Die Diakonie mahnt auch immer wieder gesellschaftliche Missstände an, gerade bei sozial benachteiligten Menschen. Die niedersächsische Diakonie will zum Beispiel mit einer Petition an den Deutschen Bundestag auf eine Gesetzesänderung dringen und mehr Geld für die Anschaffung von Schulsachen erstreiten. Die Sätze aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder von Hartz-IV-Beziehern in Höhe von jährlich 100 Euro seien im Durchschnitt 53 Euro zu niedrig. „Vergleichbare Startchancen in der Bildung sind zugleich auch Lebenschancen. Deshalb müssen Kinder aus armen Familien besser unterstützt werden“, so Burmeister.

Das Diakonische Werk freut sich auf viele Gäste. Weitere Informationen zur Arbeit des Diakonischen Werkes stehen auf der Homepage www.diakonie-hittfeld-winsen.de