Weihnachtsgeschichte von Hugo Distler in St. Marien

Am Sonntag, dem 2. Advent (9.12.) findet um 17 Uhr das Weihnachtskonzert der Kantorei in der St.-Marien-Winsen statt. In diesem Jahr kommt die Weihnachtsgeschichte von Hugo Distler (1908-42) zur Aufführung. Es ist eine besondere Art der Musik aus den 1930er Jahren, die einerseits in der Tradition von Heinrich Schütz steht, und andererseits sich einer modernen und höchst expressiven Tonsprache bedient. Hugo Distler galt seinerzeit als einer der bedeutendsten Erneuerer der evangelischen Kirchenmusik und sah sich daher seinerzeit auch massiven Repressalien der Nationalsozialisten gegenüber.

Den Rahmen seiner Weihnachtsgeschichte, komponiert 1932, bilden sieben Verse des Weihnachtsliedes „Es ist ein Ros’ entsprungen“. Dazwischen wird von einem Evangelisten und einigen auf Chorsänger verteilten Rollen die Weihnachtsgeschichte musikalisch erzählt; der Chor hat die Partien der Hirten und Engel zu singen. Den Evangelisten singt der aus Winsen stammende Tenor Tobias Bialluch, der zur Zeit an der Musikhochschule Hannover Gesang bei Prof. Marina Sandel studiert.

Ergänzt wird das Programm durch die Orgelpartita „Nun komm der Heiden Heiland“ , ebenfalls von Hugo Distler, die sich in ihren Variationen auch sehr streng an frühbarocke Vorbilder anlehnt, gleichzeitig auch gerade vom Klang der neobarocken Orgel, wie sie in Winsen steht, inspiriert ist; die Orgel spielt Reinhard Gräler.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei; am Ausgang wird um Spenden für die kirchenmusikalische Arbeit an St. Marien gebeten.