Weihnachtsoratorium mit dem Juventis Jugendchor aus Celle

Am Samstag, 26. November um 17 Uhr kommt Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium I-III in der Winsener St. Marienkirche zur Aufführung.

Es gastiert der Chor des Kaiser-Auguste-Viktoria-Gymnasiums in Celle unter der Leitung von Stephan Doormann. Weiter dabei der Flüchtlingschor Celle sowie ein Orientalisches Kammerensemble.

Vor fast 300 Jahren wurde eines der heute populärsten und immer noch anspruchsvollsten Chorwerke uraufgeführt: das Weihnachts-Oratorium von Johann Sebastian Bach. Der Komponist leitete damals selbst die Aufführung, in der der Thomaner-Chor, ein Schulchor der Thomas-Schule Leipzig, alle sängerischen Aufgaben übernahm.

Nun, fast drei Jahrhunderte später, bringt mit dem Juventis-Jugendchor am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium Celle ebenfalls ein Schulchor dieses Werk zu Gehör. Mit großer Einsatzbereitschaft und Begeisterung haben sich die jungen Sängerinnen und Sänger an dieses Werk gewagt. Beeindruckend ist, wie stark diese Musik immer noch Jugendliche anzusprechen vermag. War die Musik zu Beginn der Probenarbeit noch ein Fremdkörper für die Chormitglieder, so ist sie ihnen mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Ob zu Hause, unterwegs oder bei Freunden, immer liegt ihnen eine der schwungvollen musikalischen Phrasen auf den Lippen.

Bei dem Bachschen Weihnachts-Oratorium handelt es sich um das erste große Werk, das Chorleiter Stephan Doormann mit den Juventis-Chören erarbeitet. Nachdem er 2013 die Leitung der Chöre am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium übernommen hatte, strukturierte er die Chorarbeit um und intensivierte die individuelle gesangliche Schulung der Schülerinnen und Schüler. Neben dem Ziel, Jugendliche für das Singen zu begeistern, legt Doormann großen Wert darauf, die Werke, die er mit seinen Chören aufführt, in Musikvermittlungs- und Integrationsprojekte  einzubetten. Dabei entstehen beeindruckende sogenannte „Cross-Over“-Aufführungen.

Zur Aufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums entwickelte er das Projekt Neuland. Dabei handelt es sich um ein kulturübergreifendes Begegnungsprojekt. In Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingschor Celle und dessen Leiterin Claudia Ott entstand um das Bachsche Oratorium eine neue Dramaturgie, in deren Rahmen die Musik des barocken Altmeisters durch Musik aus dem  orientalischen Kulturkreis bereichert wird. Es entsteht ein Dialog zwischen Orient und Okzident, der musikalisch von starken Kontrasten, inhaltlich aber von vielen Parallelen geprägt ist. Die  Sehnsucht nach Frieden und Liebe zwischen den Menschen ist spürbar universal und in allen Kulturkreisen vertreten.

Die Lichtsymbolik, die im Weihnachts-Oratorium das Erscheinen des Messias in der dunklen Welt darstellt, ist auch im Orient eine vielgenutzte Metapher.
In diesem Sinne erklingt neben dem Weihnachts-Oratorium orientalische Instrumentalmusik sowie Lieder und Texte aus der orientalisch-christlichen Tradition, Liebeslyrik und ein Lied über das Licht aus einem Mohammad-Zyklus.

Die orientalische Musik wird vorgetragen von Sängern, Instrumentalisten und Solisten des Flüchtlingschores Celle sowie einem professionellen orientalischen Kammerensemble unter der Leitung von Claudia Ott.

Weitere Ausführende sind:
Magdalene Harer | Sopran
Ivonne Fuchs | Alt
Mirko Ludwig | Tenor
Matthias Vieweg | Bass
Das Barockorchester la festa musicale
Juventis Jugendchor Celle
Juventis VorChor Celle

Gesamtleitung: Stephan Doormann

Karten sind zu 20,- | 14,- | 7,- € (Schüler und Studenten: 5,- €) im Vorverkauf in der Touristinformation
im Marstall, bei Optik Maack und im Gemeindebüro (Tel.: 04171-4030) sowie an der Abendkasse erhältlich.

Ort: St. Marienkirche Winsen(Luhe), Rathaustraße 1.