Winsener Arbeit mit Flüchtlingen in der ARD

Was tun, wenn plötzlich jede Menge junger, schwarzer Männer das Stadtbild verändern? In Winsen an der Luhe öffnen Pastor Kalmbach und Gemeindemitglieder die Tür zum Gemeindehaus und laden ins „Internationale Café“ ein. „Hauptsache wir kommen mit den Flüchtlingen in Kontakt, der Rest wird sich finden,“ so ihre Haltung.

 Daraus hat sich in der norddeutschen Kleinstadt ein regelrechter Umschlagplatz für Hilfen aller Art entwickelt: Deutschunterricht, Fahrradreparaturen, Hilfe bei Behördengängen, Vermittlung von Praktika und gemeinnützigen Arbeiten, gemeinsames Spielen oder einfach nur den Traumatisierten zuhören.

„Jeder kann das nachmachen“ Die Winsener Bürger sind selbst überrascht, wie bereichernd der oft auch privat gewordene Kontakt zu den Flüchtlingen ist. Keine Einbahnstraße, merken sie – und: „Jeder kann das nachmachen“, sagt Pastor Kalmbach, „wir brauchen doch die jungen Leute dringend.“ Das gemeinsame Anliegen bringt frischen Wind ins Gemeindeleben.

Sendetermin war am 1. Juni um 23.30 in der ARD. Hier können Sie den Beitrag sehen: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/damit-wir-klug-werden-evangelische-gemeinden-veraendern-sich-100.html

Foto: ARD