Rückblick: Gedenkgottesdienst für Toppenstedt

03. Juli 2023

"Ihr habt geweint über das, was Ihr erlebt habt. Über das, was Ihr sehen musstet und darüber, was andere durchmachen." Mit sehr persönlichen Worten wandte sich Pastor Martin Alex beim Gedenkgottesdienst für das Unglück in Toppenstedt an die 600 Menschen, die in die Kirche in Salzhausen gekommen waren oder den Gottesdienst von draußen verfolgten. 
Gekommen waren waren viele der 190 Rettungskräfte, die am letzten Wochenende bei dem tödlichen Radlader-Unglück in Toppenstedt vor Ort waren. Bei dem Unfall waren ein 39-jähriger Mann und ein fünfjähriger Junge ums Leben gekommen. Weitere Kinder wurden verletzt, einige davon schwer.
„Es schien, als ob die Uhr in Toppenstedt stehen geblieben ist, die Welt sich aufgehört hat zu drehen“, sagte auch Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause in einer kurzen Rede während des Gottesdienstes. „Von einer Sekunde auf die andere war nichts mehr so, wie es vorher war.“ Zugleich dankte er den Rettungskräften und den Seelsorge- und Kriseninterventionsteams, die durch ihren Einsatz noch Schlimmeres verhindert hätten und die Menschen in den letzten Tagen begleitet hätten.

 

Während des Gottesdienstes wurden für die Verstorbenen, ihre Angehörigen und Freundinnen und Freunde sowie für alle weiteren Betroffenen Kerzen angezündet. "Wir entzünden ein Licht für all das, wofür wir heute keine Worte finden. Und ein Licht dafür, dass Gott uns nicht allein lässt", sagten die Pastorinnen Wiebke Alex und Alexandra Powalowski. 
Auf dem Gelände neben der Kirche hatten Kirchengemeinde und Kirchenkreis für Kinder, die zum Gottesdienst gekommen waren, ein Zelt aufgebaut als Rückzugsort, an dem die Kinder die Möglichkeit zum Basteln und für Gespräche hatten. "Es tut gut, dass es diesen Gottesdienst und diesen Ort gibt, an dem wir alle zusammenkommen," fasste eine der Besucherinnen des Gottesdienstes die Stimmung am Samstagmittag in Salzhausen zusammen.

📷 Hans-Jürgen Wege